Warum es eine richtig gute Entscheidung war, Kalligraphie zu lernen

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Kalligraphie

Warum es eine richtig gute Entscheidung war, Kalligraphie zu lernen

Mein Alltag ist ziemlich digital. Bei meiner Arbeit als Social Media Consultant genauso wie privat, wenn mein Smartphone mich – wie vermutlich die meisten von euch – ständig begleitet: Zum Whatsappen und Telegramen, Fotos posten, Instagram checken, mir den Weg weisen lassen, Zeitung lesen, Termine fixieren, Notizen machen, Videos schauen, Kundenkarten vorweisen, Tickets kaufen, und, und, und. Ich mag das auch, eigentlich, und liebe es, neue Apps und Technologien auszuprobieren.

So praktisch das alles ist – manchmal finde ich es dennoch schade, dass das Digitale so viel Analoges ersetzt. Vieles ist dadurch schnelllebiger geworden, unpersönlicher und unsere Aufmerksamkeitsspanne kürzer. Daher habe ich als Ausgleich zum Den-ganzen-Tag-vor-dem-Laptop-sitzen ganz bewusst nach einem neuen, nicht-digitalen Hobby gesucht. Und bin dabei auf Kalligraphie und Lettering gestoßen. Ich hab früher immer gerne gebastelt und gemalt – und mir im Laufe der letzten Jahre für Derartiges immer weniger Zeit genommen.

Kalligraphie-Übung
Zugegeben: Bis ich so kalligraphieren konnte, hat es eine Weile gedauert. Und ich bin noch weit entfernt davon, so zu schreiben wie meine Vorbilder.

Aller Anfang ist verwirrend

Die Idee, Kalligraphie zu lernen, hatte ich von Postings, die mir auf Facebook und Instagram in meinen Feed gespielt wurden. Das Kalligraphieren sah zwar schwierig, aber dennoch ruhig und entschleunigt aus, und die Ergebnisse wunderwunderschön. Ich wollte das auch können! Und habe mich nach Möglichkeiten umgesehen, Kalligraphie zu lernen.

Gesagt, getan: Ich hab mir kurz nach meinem Entschluss ein Buch zu Kalligraphie mit der Breitbandfeder zugelegt – inklusive Equipment. Ich dachte mir, dass das wohl am Einfachsten sein würde, weil dabei die Feder die Breite des Strichs bestimmt. Beim Ausprobieren der Übungen habe ich aber schnell bemerkt, dass ich als Linkshänderin Probleme damit habe, Ergebnisse mit schönem Schriftbild zu erzielen. Denn die Striche die bei der Schrift dick sein sollen, werden bei mir dünn – und umgekehrt. Schreiben mit der Breitbandfeder war also keine Option für mich, meine Euphorie aber – zum Glück – noch immer da.

Und jetzt?

So ganz auf mich allein gestellt wollte ich das Thema also doch nicht angehen. Und noch schöner als die Kalligraphie mit der Breitfeder fand ich damals schon Spitzfeder-Kalligraphie mit ihren schönen Schwüngen, Schnörkeln und zarten Linien. Ein Anfänger-Kurs bei Natascha – bekannt als Tintenfuchs – war rasch gebucht. Dort lernte ich an einem Abend, mit Spitzfeder und Tinte umzugehen. Etwas entmutigt von meinem Erstversuch erwartete ich keine großartigen Ergebnisse. Doch ich war mehr als nur ein bisschen positiv überrascht, dass sich gleich zu Beginn die ansatzweise richtigen Schwünge – und damit auch erste Buchstaben – zu Papier bringen ließen. Noch lange nicht annähernd perfekt natürlich, mit wackeligen Linien und vielen Tintenpatzern vom zu festen Niederdrücken der dünnen Federspitze.

Entschleunigung pur

Und dann begann ich zu üben. Und zu üben. Und zu üben. Und vergaß dabei immer wieder die Zeit, weil ich so in diese neue Aufgabe versunken war. Zwei, drei Stunden vergehen dabei wie im Flug, wenn man die schönen, schnörkeligen Buchstaben auf’s Papier malt und versucht, so genau wie möglich zwischen dünnen und etwas dickeren Linien zu variieren. Nichts zu verwackeln, nicht zu patzen erfordert viel Konzentration – und wirkt fast meditativ. Ich mag das.

Beitrag für die #Junichallenge der #Läddergäng: #Firlefanz für @vikigruen 😊

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Üben, üben, üben …

Während ich zu Beginn der Spitzfeder-Kalligraphie begeistert war, wie schnell man erste Buchstaben zu Papier bringen kann, merke ich nun nach fast einem Jahr, dass regelmäßiges Üben immens wichtig ist, um darin besser zu werden. Oft müssen Buchstaben, Worte wieder und wieder gemalt werden, um langsam, aber doch, schöner, runder, fließender zu werden. Aber dann zeigt sich nach und nach der Fortschritt, und das motiviert mich.

S. #übenübenüben

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Möchtet ihr noch mehr von meinen Kalligraphie-Übungen sehen? Dann schaut doch auf meinem Instagram-Account @katcontent.calligraphy vorbei.

Wenn ihr auch kalligraphiert oder lettert, lasst mir doch einen Link zu euren Werken da, ich freu mich immer über Austausch und schau gern bei euch vorbei!

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